Ein Blick nach Hamm-Heessen: Das neue Haus des Wohnverbundes „Kontrapunkt“ des Sozialwerks bietet dort Wohnplätze und tagesstrukturierende Hilfen für 24 Menschen mit psychischen Erkrankungen und Persönlichkeitsstörungen.

- Kontrapunkt-Klient Markus Nehm (39) arbeitet mit Freude im neuen, von unserer Stiftung finanzierten Gewächshaus: „Die selbst gepflanzten Sachen schmecken immer noch am besten!“
Anfang 2010 entstand ein Kontakt zur Erich-Kästner-Schule, einer Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Daraus hat sich eine fruchtbare Zusammenarbeit entwickelt, wie Einrichtungsleiterin Gabriele Oberliesen-Rickert erläutert: „Klienten übernehmen die Wäschepflege für die Trainingswohnung der Schule, Schüler absolvieren Praktika in unserem Wohn- und Tagesstrukturbereich, gemeinsame Sportfeste, Musiknachmittage und Tanzworkshops – Vieles ist möglich, und alles wird mit Elan und Spaß betrieben.“
Die Stiftung hatte für diese bereits „fruchtbare“ Kooperation 1.000 Euro für den Bau eines Gewächshauses bewilligt. Klienten und Schüler hatten bereits zusammen einen kleinen Nutzgarten angelegt - „jetzt gärtnern sie auch schon gemeinsam wetterunabhängig im neuen Gewächshaus“, erzählt Oberliesen-Rickert: „Aussaat und Anzucht des Gemüses sind verantwortungsvolle Arbeiten. Erfolge und Veränderungen im Wachstum sind fast täglich sichtbar und halten das Interesse und den Reiz an der Beschäftigung aufrecht.“
Für ein erfolgreiches Ergebnis ist eine kontinuierlich notwendige Pflege notwendig – „das schafft Verbindlichkeit und Verantwortungsbewusstsein, aber auch Ausdauer und Verlässlichkeit“, so Oberliesen-Rickert. „Die Menschen mit Behinderung können Fähigkeiten wiederentdecken, weiterentwickeln oder nutzen, ihr soziales Verhalten einüben, Kontakte aufbauen und Alternativen in der Freizeitgestaltung entdecken“, sagt die Einrichtungsleiterin.
Kontrapunkt-Mitarbeiter Sammy Notthoff bestätigt: „Das Gewächshaus eröffnet uns ganz neue Möglichkeiten. Aufgrund des warmen Klimas können sämtliche Pflanzen vom Saatkorn an in Eigenregie gezogen und später ins Freiland gesetzt werden. Aber auch bestimmte Südfrüchte finden hier das passende Klima, um zu gedeihen und Früchte zu tragen.“ So weckt die Aktion auch das Interesse an frischen Erzeugnissen und fördert damit eine gesunde Ernährung. Das geerntete Gemüse verarbeiten und verzehren Klienten und Schüler später gemeinsam.











