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Westfalen-Nord: „Lernen – Arbeiten – Teilhaben“ für Geflüchtete

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(v. l.) Ayman A. und Ziadin M. (Foto: Sabine Loh)

Insbesondere seit dem vergangenen Jahr leben immer mehr aus Kriegs- und Krisengebieten geflüchtete Menschen in unserem Land. Unsere Stiftung möchte ihnen den Start in Deutschland erleichtern – zum Beispiel durch die Finanzierung eines Sprachkurses. Das bereits erfolgreich durchgeführte Angebot des Referats „bilden & entwickeln“ des Sozialwerks ergänzt bei unbegleiteten Minderjährigen wirksam die Regelangebote über den Besuch regulärer Schulen und Jugendhilfeleistungen hinaus. Erfahren Sie von Sabine Loh über zwei Geflüchtete, die beide im Sommer diesen Sprachkurs besucht haben, mehr über ihr neues Leben – aus zwei ganz unterschiedlichen Blickwinkeln:

Ziadin M. kam als 17-Jähriger vor über einem Jahr aus einem kleinen Dorf in Afghanistan nach Seppenrade und erzählt, wie es sich anfühlt, in einem fremden Land ein Zuhause auf Zeit gefunden zu haben: „Es geht mir ganz gut. Ich muss keine Waffen sehen und habe Ruhe. Hier ist kein Krieg, keine Taliban.“ Was er sich für die Zukunft wünscht? „Ich gehe zur Schule und habe im praktischen Unterricht schon einen Hocker und einen Tisch gebaut. Ich möchte Tischler sein. Das könnte ich in meinem Land nicht.“ Auf die Frage, ob er sich alleine fühle und was ihm Kraft gebe, sagt er: „Ich vermisse meine Familie. Wir schreiben uns Nachrichten über WhatsApp, und ich hoffe, dass ich sie bald wiedersehe. Aber ich habe auch Freunde gefunden. Im Oktober habe ich meinen 18. Geburtstag gefeiert. Fast 20 bis 30 Leute waren da. Es gab Schokokuchen und wir haben Musik gehört. So habe ich in Afghanistan nicht feiern können. Auch nicht mit meinen Eltern.“ Zu Werten und Religion befragt, sagt Ziadin M.: „Ehrlichkeit und Treue sind mir wichtig. bei meiner Freundin zum Beispiel. Und mir ist es egal, woran andere glauben. Ich bete zu Allah. Mehr denke ich nicht darüber nach. Das ist mir auch bei Freunden nicht wichtig.“

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Ayman A. (40) erzählt: „Ich komme aus Damaskus, in Syrien. Ich habe dort englische Literatur unterrichtet und musste fliehen, weil der Krieg mir schon über vier Jahre große Angst gemacht hat. Ich konnte das nicht mehr aushalten.“ Er ist inzwischen selbst Betreuer für minderjährige Geflüchtete und arbeitet beim Ambulant Betreuten Wohnen des Sozialwerks im Kreis Coesfeld. Ayman A. erzählt: „Ich wohne in einer kleinen Wohnung in Ascheberg und helfe seit April den Jugendlichen in diesem Haus.“ Zusammen mit seiner Kollegin begleitet er die jungen Männer durch den Alltag. Das Ziel: sie sollen sich sicher fühlen, die deutsche Kultur kennen lernen und Schritt für Schritt selbstständiger werden. Dabei legt er Wert darauf, auch Kontakte zu den Nachbarn zu knüpfen: „Unser Nachbar hat vor Kurzem gefragt, ob vielleicht ein Junge seine Hecke schneiden könnte. Das hat uns gefreut.“ Viele hätten Angst vor dem Neuen, vor anderen Gewohnheiten. Es sei gut, die Ängste abzubauen und zu akzeptieren, dass Menschen anders sind. Ayman A.: „Wir können nicht alle das Gleiche mögen und gleich sein. Ich denke, dass es gut ist, wenn wir und die Nachbarn ein Zeichen setzen, dass wir gemeinsam hier leben. Ich freue mich, wenn uns jemand anspricht und sich interessiert.“ Und er erzählt weiter über das Leben im Haus: „Ich mache handwerkliche kleine Arbeiten, wir kochen zusammen und reden. Das macht mir Freude. Und es tröstet mich, denn meine Familie ist noch in Syrien. Ich bin jeden Tag mit ihnen in Kontakt und hoffe, dass ich sie bald wiedersehen werde.“

Liebe Leserin, lieber Leser, bitte spenden Sie, damit wir im Rahmen unseres Förderschwerpunkts „Lernen – Arbeiten – Teilhaben“ Bildungsmaßnahmen für geflüchtete junge Menschen wie Ziadin M. finanzieren können. Für 5 Teilnehmende aus Westfalen-Nord zum Beispiel wollen wir Kosten des Sprachkurses von insgesamt 6.000 Euro übernehmen – konnten dies aber bislang nicht, weil in diesem Jahr noch nicht genügend Spenden eingegangen sind. Darum zählen wir jetzt auf Ihre Hilfe! Folgendes könnten wir mit Ihrer Unterstützung konkret bezahlen:

  • Unterrichtskosten pro Tag für 1 Teilnehmer: 80 Euro
  • entsprechend pro Woche für 1 Jugendlichen: 400 Euro
  • bzw. für 1 jungen Geflüchteten insgesamt: 1.200 Euro 

Spenden Sie jetzt online – herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Lesen Sie das ganze Interview „Gemeinsame Erfahrungen“ mit Ziadin M., Ayman A. und seiner Kollegin sowie Geschichten weiterer Geflüchteter im EinBlick 4/2016 des Sozialwerks St. Georg – online unter www.gemeinsam-anders-stark.de/einblick

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