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Ruhrgebiet: Von Kräuterschnecken und Kokosfasern

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Birgit Wenholz (li.) und Karola Ortmann erkunden bei der Einweihung im Rahmen des Sommerfestes des Einrichtungsbereichs Viktoria den neuen Parcours, den die Stiftung dank vieler Spenden finanzieren konnte.

Es raschelt und knackt, rieselt und klackt hinter dem Haus der Viktoria Suchtkrankenhilfe an der Schwarzbachstraße 5 in Gelsenkirchen, als Hans-Peter L. die verschiedenen Elemente des neuen „Wahrnehmungsparcours“ erkundet: Rindenmulch und Sand, Kies und Muscheln,  Kokosfasern und Holzspäne, Rasen und Moos. Am Ende der Felder mit den verschiedenen Materialien steht eine „Kräuterschnecke“, um den Geruchssinn zu schulen. Daneben ist eine Pergola platziert mit einem Windspiel für Wahrnehmungsübungen. Einrichtungsleiter Thomas Kuhlmann dankt unserer Stiftung, die den Parcours finanziert hat, bemerkt aber zu Recht: „Von besonderem Wert ist, dass Klienten und Mitarbeitende die Anlage selbst gebaut und gestaltet haben.“

Die „Tagesstruktur Viktoria“ bietet suchtkranken Menschen viele unterschiedliche Angebote: „Für unser Team steht an erster Stelle, die vielfältigen vorhandenen Fähigkeiten zu erhalten und zu erweitern und die Persönlichkeit zu stabilisieren. Auf diese Zielsetzung ist unser Konzept und das Kursangebot mit Gedächtnisgruppe, Konzentrationsübungen am Computer oder Fitnessangeboten ausgerichtet“, sagt Fachleiterin Karola Ortmann.

Achtsamkeit fördern

Birgit Wenholz, Mitarbeiterin der Tagesstruktur mit absolvierter Fortbildung „Anleitung zum Entspannungsverfahren“ erläutert zustimmend: „Der neue Parcours ist Teil des Entspannungstrainings, mit dem wir die Achtsamkeit, die Tiefenwahrnehmung, die Motorik, das Nachfühlen fördern wollen.“ Gerade für suchtkranke Menschen sei es wichtig für das eigene Wohlempfinden, das Genießen – ohne Suchtmittel – wieder zu lernen, sich Zeit zu nehmen, die eigene Antriebsschwäche zu überwinden. Birgit Wenholz erläutert: „Nach der Einweihung konnten wir den Parcours schon mehrmals nutzen – einzeln, aber auch zu zweit: Durch Partnerübungen – den anderen führen, sich selbst leiten lassen – lernen die Klientinnen und Klienten, wieder Vertrauen zu fassen zu anderen Menschen.“

Hans-Peter L. nutzt den Parcours meistens am Wochenende: „Die ersten Male empfand ich die Felder mit dem groben Kies oder auch die mit den kleinen eckigen Steinen eher unangenehm. Danach wurde das unangenehme Empfinden immer weniger, so dass ich meine  Aufmerksamkeit mehr und mehr auf weitere Unterschiede richten konnte.“ Auch durch verschiedene Witterungen fühle sich der Untergrund der einzelnen Parcours-Felder jeweils anders an, meint Hans-Peter L.: „Bei kühleren Temperaturen nehme ich den Boden nicht so gut wahr. Bei trockenem und warmem Boden fühle ich mehr von der Beschaffenheit. Zum Beispiel ob ich auf Sand, Kies, Gras oder Rindenmulch laufe.“ Auch bei der Wahrnehmung von Gerüchen habe er festgestellt, wie intensiv einige Pflanzen ihre Duftstoffe abgeben. Er nehme im Alltag schon jetzt mehr und bewusster wahr. „Um meine Wahrnehmung erweitern zu können, werde ich den Parcours auch weiterhin nutzen“, ist sich Hans-Peter L. sicher.

Jeder kann den Parcours nutzen

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Hans-Peter L. im Torbogen des neuen Parcours an der Schwarzbachstraße in Gelsenkirchen

Der Parcours verschönert dabei nicht nur das Außengelände an der Schwarzbachstraße. Das Beste, meint Karola Ortmann, ist: „Jeder kann den Parcours nutzen: Klientengruppen aus anderen Einrichtungen, aber im Zeichen der Inklusion auch Besucher oder Nachbarn.“ Die Fachleiterin resümiert: „So ganz nebenbei hat die Bauaktion noch das Selbstbewusstsein der Klienten gestärkt und ihre soziale Kompetenz verbessert; sie haben eine Aufgabe gemeistert, positives Feedback bekommen und gezeigt, dass sie Verantwortung übernehmen können.“ Birgit Wenholz ergänzt: „Alle freuen sich jetzt aufs Frühjahr, wenn es draußen wieder länger schön ist und wir die neue Attraktion noch öfter nutzen können!“

Liebe Leserin, lieber Leser: Gerne würden wir einen solchen Wahrnehmungsparcours auch in weiteren Einrichtungen möglich machen.

Bitte spenden Sie zum Beispiel für:

  • 1 Kokosfasermatte: 10 Euro
  • 1 Anti-Wurzelfolie: 25 Euro
  • 1 Kräuterschnecke (Bausatz): 190 Euro

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