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Unterstützte Kommunikation in Gelsenkirchen

Mit neuer Technik Menschen mit Autismus fördern

Mit technischer Unterstützung ist heutzutage Vieles möglich. Das kennt man aus dem eigenen, privaten Umfeld mit Blick auf die neuen elektronischen Helfer wie „Siri“, „Alexa“ & Co. – Bei der Unterstützung von Menschen mit Autismus kommt Technik allerdings eine besondere Rolle zu: Sie erleichtert oder ermöglicht oft erst Kommunikation mit der Umwelt. 


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Melissa Pieper verkündet ihren Wunsch nach einem Getränk mithilfe des Tablets …

Wie im Fall von Melissa Pieper (20). Die junge Frau aus Castrop-Rauxel nimmt seit zwei Jahren einmal pro Woche für jeweils zwei Stunden an der Einzelförderung des Fachdiensts

Autismus in Gelsenkirchen teil. Hier an der Uechtingstraße fördern sechs Mitarbeitende des Sozialwerks St. Georg rund 30 Klientinnen und Klienten, insbesondere Kinder und  Jugendliche.

Melissa Piepers Mutter Anke ist selbst Coach für Unterstützte Kommunikation, auch bei AUTEA, dem gemeinsamen Fortbildungsinstitut von Sozialwerk St. Georg und den von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Heute begleitet sie ihre Tochter aber in ihrer Mutterrolle nach Gelsenkirchen. Denn die Zusammenarbeit mit den Eltern ist ein Grundpfeiler des Konzepts. Anke Pieper erzählt: „Anfangs ging es für Melissa darum, überhaupt kommunizieren zu lernen, Strukturen und Handlungsabläufe einzuüben.“

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… mit Erfolg: „Ich möchte Apfelsaft“, ist kurz darauf per Sprachausgabe zu hören.

Das Team der Einzelförderung arbeitet dabei nach der TEACCH-Methode, einem der erfolgreichsten Förderprogramme für Menschen mit Autismus weltweit. Mitarbeiterin Sandra de Haan erklärt: „Durch strukturiertes Lernen und den individuellen Einsatz von Visualisierungen und Strukturierungshilfen wird die Umwelt für den Klienten überschaubarer und nachvollziehbarer gestaltet. Ziel der Förderung ist immer die Maximierung der individuellen Selbstständigkeit und der Lebensqualität.“

Und dazu gehört für Melissa Pieper insbesondere die Fähigkeit zu kommunizieren. Sandra de Haan: „Ein mit Spezialsoftware ausgestattetes Tablet bietet Melissa Pieper zum Beispiel die Möglichkeit, Wünsche zu äußern und auch Ungewolltes abzulehnen. Sie ist in der Lage, Erlebtes mitzuteilen und Fragen zu stellen. So kann sie sich jederzeit ausdrücken und verstanden werden.“

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Übung mit Taster und Signalleuchte

Für Menschen wie Melissa Pieper, die ohne Unterstützung „nonverbal“ sind, sei das eine große Hilfe. Ein „Anbahnungskoffer“ des Fachdiensts enthält darüber hinaus viele

weitere Hilfsmittel, um Kommunikation und damit eine sprachliche Beziehung zwischen den Menschen mit und ohne Handicap „anzubahnen“. 

Anke Pieper bestätigt, dass Melissa sich inzwischen gut mit dem Tablet angefreundet hat: „Sie hat es immer, unter den Arm geklemmt, dabei.“ Die Software „Meta-Talk“ nutze sie hierbei sehr bedürfnisorientiert. Heute erblickt Melissa Pieper zum Beispiel die auf dem Tisch stehende Saftflasche. Nach einer anleitenden Frage durch ihre Mutter und kurzer Zeit des Überlegens tippt die junge Klientin die entsprechenden Symbole auf dem Tablet an. Und mithilfe der Sprachausgabe des Computers – Männer- wie Frauenstimmen sind wählbar – kann Melissa Pieper dann ihrem Wunsch „Ich möchte Apfelsaft“ Ausdruck verleihen. Sandra de Haan bekräftigt: „Sie lässt sich das Tablet oft gar nicht aus der Hand nehmen – es ist ja schließlich ‚ihre Stimme‘!“

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Einzelförderung von Menschen mit Autismus erhält eine Projektförderung von insgesamt 4.000 E, unter anderem zur Anschaffung eines 

  • Anbahnungskoffers für die Kommunikationsunterstützung: 850 €
  • Tablets mit Ausstattung: 1.100 €

Für dieses Projekt wurde eine Spende des Rotary-Clubs Gelsenkirchen-Buer verwendet, wofür wir auch an dieser Stelle nochmals herzlich danke sagen!

Bitte spenden auch Sie, damit wir weitere Projekte für Menschen mit Autismus fördern können. Vielen Dank!

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